Umwelt Direkt im Juli 2010
Grünes Geld
Regenerative Energien
Liebe Leserinnen und Leser,
das Interesse an „grün“ erwirtschafteten
Renditen steigt, das Nachdenken,
ob man weiterhin in Rüstungsbarone
investiert, ist geweckt. Nachhaltige
Geldanlagen sind ökologisch und ethisch vertretbar:
Investitionen auf dem eigenen Dach bis hin zu Solarparks,
Windrädern oder grüner Altersversorgung. Man kann sein
Geld aber auch in die Aufforstung des Regenwaldes investieren.
Über ein gelungenes Beispiel aus Costa Rica, das
wir sogar auf unserer Leserreise im Dezember besuchen
werden (S. 18/19), berichten wir auf S. 7.
Stromlieferung und Stromkonzession - eine gewinnträchtige,
langjährige Einnahme für viele große Stromkonzerne,
die jedoch anscheinend kein starkes Interesse am Klima haben.
Unsere diesbezügliche Nachfrage bei 12 umliegenden
Kommunen stieß auf wenig Bereitschaft zur Mitarbeit. Ob
es am Fachwissen, an politischen Entscheidungen oder an
dem Desinteresse an der Transparenz lag, können wir nur
erahnen. Auf jeden Fall werden in der nächsten Zeit sehr
viele Stromkonzessionen erneuert. Fragt sich nur mit wem.
In den meisten kleineren Kommunen wird leider immer
noch EnBW favorisiert (S.8/9).
Untätig herum sitzen, auf steigende Energiekosten schimpfen,
auf ein politisches Umdenken warten und die Verantwortung
dafür seinen Kindern und Enkelkindern aufbürden?
Dem kleinen Dorf Adersbach im Kraichgau liegt dies nicht.
124 Einwohner nehmen den Umstieg auf erneuerbare Energien
selbst in die Hand. Ihr ehrgeiziges Ziel: In 10 Jahren
mehr Energie mit Hilfe der Sonne zu erzeugen, als in dem
Sinsheimer Ortsteil verbraucht wird. Absolut nachahmenswert
(S.12/13)!
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen
Ihr UMWELT DIREKT-Team
